September 30th, 2007
In der Wunde bohren…
David Letterman bohrt kräftig in Paris Hiltons Wunden (Gefängnisaufenthalt) - sehr unterhaltsam.
Diplomarbeit fertig!
September 29th, 2007So, letzte Woche habe ich meine Diplomarbeit abgegeben - damit ist ein Kapitel in meinem Leben so gut wie abgeschlossen (Arbeitswelt ich komme! :-)). Thema der Arbeit war “Erklärungsfaktoren regionaler Preisunterschiede im deutschen Kraftstoffmarkt”. Für nicht-VWLer: Warum sind Tankstellen in verschiedenen Gegenden unterschiedlich teuer?
Das Spannende an dem Thema ist, dass es bisher nur sehr selten behandelt wurde (für den deutschen Markt gibt es nur eine Studie) und meine Untersuchung eine der umfangreichsten ist. In der Diplomarbeit konnte ich zwar erstmal nur an der Oberfläche kratzen (das Sammeln und Aufbereiten der Daten und die Literaturrecherche nahmen einen Großteil der Zeit in Anspruch), aber die Ergebnisse sind trotzdem schonmal vielversprechend.
In der Grafik unten ist erstmal der durchschnittliche Dieselpreis für den erfassten Zeitraum (April bis September 2007) nach Regionen zu sehen.
Für die Untersuchung habe ich Preise von ca. 9.000 Tankstellen über den genannten Zeitraum gesammelt, den Tankstellen statistische Eigenschaften zugeordnet und dann evtl. Zusammenhänge untersucht. Sobald ich das Gutachten habe und Zeit hatte das ganze in einem kurzen Paper zusammenzufassen werde ich das Ergebnis hier veröffentlichen.
Der Markt ist kein Wunschkonzert
September 3rd, 2007Sehr schöner Artikel bei Zeit online. Es wäre genau das falsche jetzt durch staatliche Intervention die Immobilienkrise in den USA beheben zu wollen. Damit würde ein Signal an Investoren gesendet, dass im Zweifel der Staat alle Risiken abfängt. Ähnlich wie bei insolventen Unternehmen sollte der Staat sich aus allem was über die Verhinderung einer gesamtwirtschaftlichen Krise hinaus geht heraushalten.
Hellseher in der Arge
August 25th, 2007Der Spiegel berichtet über einen merkwürdigen Fragebogen der Arbeitsagentur in Hamburg. Kunden der “team.arbeit.hamburg” werden demnach mit Fragen zu Essgewohnheiten, ihren Ansichten zur DDR und ihren Wertvorstellungen konfrontiert. Alles um die Vermittlungsbemühungen der Arge besser auf den Einzelnen zuschneiden zu können.
Zumindest bei zwei Fragen lässt sich die Relevanz erkennen: a) “Schauen Sie gern Filme mit viel Gewalt?” - Wer hier ja ankreuzt landet ganz schnell im nächsten Schlachthof und b) Ob “Dinge wie Tarot, Kristalle oder Mandalas helfen in schwierigen Lebenssituationen die richtige Entscheidung zu treffen” - Ein ja hier bedeutet, dass der Berater beim nächsten Besuch Vermittlungsangebote und die Höhe der Hartz4-Bezüge einfach auspendelt (das spart wichtige Rechenkapazität auf den Servern der BA)
Be careful what you wish for
August 21st, 2007Sichere Spielzeuge oder ungiftige Lebensmittel haben auch einen großen Nachteil - sie sind teurer! Für manche Leute ist das tatsächlich ein Trade-off:
Weiter gehts…
August 21st, 2007Einige Monate, eine Diplomarbeit und einen Serverumzug später geht es jetzt weiter… In der letzten Zeit ist einiges passiert und ich habe mehr und mehr Lust bekommen das Blog weiterzuführen. ![]()
Petition gegen das OlymSchG
January 4th, 2007Gegen eines der unsäglichsten Gesetze der letzten Jahre, das Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Ringe (OlymSchG), gibt es nun eine Online-Petition. Wer das Gesetz kennt, weiss warum es abgeschafft werden sollte - für alle Anderen hier die Begründung aus der Petition:
Das Gesetz spricht einer Einzelorganisation (IOK/NOK) das exklusive Vermarktungsrecht an den Begriffen „Olympia“, „Olympiade“ und „olympisch“ zu und widerspricht damit dem öffentlichen Interesse an Gebrauch und Verwertung dieser kulturell verwurzelten und für die Allgemeinheit bedeutungsvollen Begriffe. Es ist kein wichtiger Grund ersichtlich, das Recht der Allgemeinheit auf Verwendung dieser Begriffe zu beschränken.
Erste Opfer des Gesetzes gab es schon: z.B. das Saftblog
Also - hier unterzeichnen (keine Phising-Seite - Erklärung bei Wikipedia)
Gefunden beim Lawblog
PS: Es gibt wieder mehr Einträge wenn ich zurück in Deutschland bin (derzeit New York)
studiVZ - jetzt wird es ungemütlich
November 24th, 2006Ich habe die letzten Tage über immer wieder Don Alphonsos Enthüllungen zu studivz.net verfolgt. Nach missglückten(?) Partyeinladungen mit dem völkischem Beobachter (studiVZ Gründer), Wikipedia-Fälschungen zu den studiVZ und seinen SpinOffs und den diversen Ausfällen von StudiVZ Gründer Ehssan Dariani sind nun weitere ernsthafte, potentiell strafbare, Vorgänge rund um studiVZ aufgedeckt worden:
- Ein 23jähriger frisch gebackener Polizist hat in seinem studiVZ-Profil wohl nicht nur mit gezogener Dienstwaffe und -jacke posiert, sondern auch gedroht (oder angedeutet) eine Disco in die Luft sprengen zu wollen. Vorher, so seine Ausführungen, könne man “Flyer auf türkisch, albanisch und russisch verteilen - nur damit alle Asozialen da sind, wenn die Bombe hoch geht.” Die Betreiber von studiVZ haben, obwohl darüber informiert, nicht gegen diese Äusserungen unternommen: “Als mich ein Gast auf diese Seite hingewiesen hat, habe ich sofort den Betreiber der Seite aufgefordert, den Beitrag herunter zu nehmen. Es ist aber nichts geschehen.” (Christoph Hartig, Besitzer der Disco).
- Eine der Gruppen bei studiVZ (mit immerhin 700, rein männlichen, Mitgliedern) hat wohl über Monate hinweg auf der Plattform Frauen gejagt. Die nach optischen Kriterien ausgesuchten Opfer wurden dann gezielt ausspioniert, voller Name, Adresse und ähnliche Daten ermittelt und - als Höhepunkt - als unwissende Opfer von ganzen Gruppen belästigt. Wie reagiert man als Betreiber einer Community-Seite wenn man Beschwerden über eine solche Gruppe erhält? Richtig, man fragt natürlich ob man Mitglied werden kann! Wer es nicht glaubt - hier findet ihr die ganze Geschichte zu studiVZ.net und die “Gruschel”-Gruppe.
Bei so etwas fällt es dann ja eigentlich schon fast nicht mehr ins Gewicht, wenn der Gruppen-Gründer seine eMails mit “post heil” abschliesst.
Ich glaube studiVZ darf seinen Investoren demnächst einiges erklären.
Deep throat
October 27th, 2006Eigentlich soll man ja nicht über die Missgeschicke und das Unglück anderer lachen - aber das hier ist echt zu köstlich
